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TGM-Roller Derby bei der European Roller Derby-Conference in Berlin 2019

Die European Roller Derby Conference (EROC) ist eine Veranstaltung, die seit 2009 Roller Derby-Teams aus ganz Europa zusammenbringt, um Erfahrungen über den Aufbau und die Leitung eines Teams auszutauschen sowie über die Zukunft und die Professionalisierung unseres Sports zu diskutieren. In der Vergangenheit sind auf dieser Konferenz zum Beispiel die Grundsteine für die deutsche Bundesliga gelegt worden.

Auf der diesjährigen EROC vom 31.01.−03.02.2019 ging es vor allem um die Frage der Inklusivität in Bezug auf transsexuelle Sportler*innen, aber auch um die Entwicklung eines Trainerscheins speziell für den Bereich Roller Derby. In diesem Workshop diskutierten wir die Umsetzbarkeit einer solchen Idee auf globaler Ebene und die Relevanz dieser auf der jeweiligen nationalen Ebene. Es wurde sich darauf geeinigt, die ersten Ideen für den Inhalt des Trainerscheins an unseren globalen Dachverband, die Womens Flat Track Derby Association (WFTDA) weiterzuleiten und diesem die konkrete Entwicklung eines Konzepts zu überlassen. Dieses wird dann von den nationalen Verbänden angepasst und umgesetzt.

Wir besuchten einen Workshop über die Nutzung von Spielstatistiken zur optimalen Aufstellung und Einteilung von Spieler*innen während unserer Spiele. Weiterhin nahmen wir an einem Workshop teil, der uns vermittelte, wie wir die Mitglieder*innen unseres Teams besser in die Organisation unserer Abteilung einbinden können, um dafür zu sorgen, dass jeder sich seinen Fähigkeiten gemäß einbringt. Ein weiterer Workshop beschäftigte sich mit der Online-Präsenz von Vereinen und darum, ob die Außenwirkung, die diese Präsenz zeigt auch dem Bild entspricht, dass der Verein vermitteln will. Anhand der Online-Präsenz des Roller Derby-Vereins aus Edinburgh besprachen wir, wie eine gut geplante Website aussieht und wie dies hilft, Mitglieder für den Verein zu gewinnen.

Zu guter Letzt beschäftigten wir uns mit einem Thema, welches in Kontaktsportarten wie American Football, Rugby und Eishockey bereits seit langem diskutiert wird – dem Risiko der Gehirnerschütterung. Nach einer Einführung in die Symptomatik und die potenziellen Langzeitfolgen wiederholter Gehirnerschütterungen, drehte sich der Workshop zunächst um die Problematik der fehlenden Datenlage für Roller Derby. Während es in den anderen Kontaktsportarten bereits zentral gesammelte Daten zu Anzahl und Schwere sowie Spätfolgen von Gehirnerschütterungen gibt, hat Roller Derby bisher nur kleine, länderspezifische Datensätze zu Verletzungen im Allgemeinen. Wir einigten uns darauf, dass eine Verbesserung dieser Situation nur erreicht werden kann, wenn der Dachverband gemeinsam mit den nationalen Verbänden ein Protokoll entwickelt, welches an die Roller Derby-Vereine ausgegeben wird. Diese würden somit dazu angehalten, auftretende Gehirnerschütterungen zu melden und damit die Datenlage zu verbessern. Des Weiteren diskutierten wir die Wichtigkeit, unsere Mitglieder*innen darin zu schulen, Gehirnerschütterungen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Nach vier Tagen intensiver Workshops und Austauschs mit Roller Derby Spieler*innen aus ganz Europa, haben wir den Eindruck, viele wichtige Konzepte und Ideen mitgenommen zu haben, welche uns helfen werden, unsere Abteilung künftig effektiver zu organisieren.

Unsere Trainerinnen bei der EROC

Ein Workshop der EROC