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Berichte

Ausstellung Kelten, Druiden, Fürsten, Krieger auf dem Gelände der Völklinger Hütte – Besuch mit zehn Personen am 20.04.2011

Mitglieder der Turngemeinde 1861 e.V. Mainz-Gonsenheim und Gäste,  insgesamt  zehn Personen, besuchten am 20.04.2011 die Ausstellung  „Kelten – Druiden – Fürsten - Krieger“  auf dem Gelände der Völklinger Hütte

Pünktlich um 9.00 Uhr fuhren wir mit dem Nahverkehrszug in Richtung Völklingen und mussten in  Saarbrücken  einmal umsteigen.  Im Zug  waren noch zwei Tische frei, die wir gerne benutzten.  Zwei Stunden und 27 Minuten Fahrzeit  lagen vor uns, die wir in gemütlicher Runde verbrachten.  Um 11.27 Uhr  stiegen wir in Völklingen  Bahnhof aus  und  standen in drei Minuten vor dem Eingang zur Ausstellung  und  rechts davon vor einem Bistro. Da wir ja gestärkt  die Führung antreten wollten fiel die Entscheidung leicht.  An einem langen Tisch hatten wir alle Platz. Die Speisekarte konnte uns alle zufrieden stellen. Saarländische Spezialitäten waren unsere Bestellungen z. B. „Gefilde“ dabei handelte es sich um zwei  riesige Klöße mit Hackfleisch gefüllt, Speckrahmsoße und Sauerkraut.

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Dieser Teller sah sehr lecker aus und Doris lichtete ihn ab. Die Klöße und die Soße waren ein Gedicht, das Sauerkraut   auch.  Sonderwünsche wurden auch erfüllt. Das Bistrorante war im Umwalzer der Hüttenanlage untergebracht und nannte sich auch so. Gespannt auf die Führung und gut versorgt  machten wir uns rechtzeitig auf den Weg zur Kasse der Ausstellung.  Wir waren angemeldet  und hatten schnell unsere Tickets,  die zuständige Führerin  für unsere Gruppe  stand schon bereit.  Die Rucksäcke und Taschen verstauten wir in den Schließfächern.  Wir waren  nur neun  Wissbegierige,  Ursula war in St. Wendel  ausgestiegen,  um ihre Schwester zu besuchen.  Die Führung  begann genau um 13.00 Uhr und dauerte eine Stunde und 30 Minuten. Sie begann mit der Geschichte der Völklinger Hütte.

Sie wurde 1873  gegründet  und entwickelte sich mit einer Unterbrechung  von zwei  Jahren durch Umstellung und Modernisierung  zum größten Eisenträgerhersteller Deutschlands.  Etwas später wurde das  Thomasverfahren  auf der Völklinger Hütte eingeführt.  Sechs Jahre später  wird direkt neben den Hochöfen  die erste Koksbatterie erstellt. Aus dem Jahre 1897 stammt auch  das Kohlesilo aus Stahlblech, das die Kokerei  überragt. Das Silo ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke der Völklinger Hütte. Zwei Jahre später ist die erste Gasgebläse-Maschine in Betrieb gegangen, die mit Gas aus den Hochöfen angetrieben wurde.  Man erkennt die Bedeutung  der Gasmaschine für die Eisenindustrie  und  errichtet  gegenüber der Hochofengruppe  das Gebläse-Haus.  Die Völklinger Hütte produziert auf  Hochtouren. An den Hochöfen und im Thomas-Stahlwerk  wird Eisen und Stahl für den Aufbau  der Industriegesellschaft  hergestellt. So geht die Entwicklung  weiter bis  1928; die  Sintertechnik wird eingeführt, weil sie noch weitere Chancen bietet  Abfallprodukte der Verhüttungsprozesse - Fein-Erz,  Gichtstaub - zu recyceln.  Das feine Material  wird in der Sinteranlage bei 13000 C zu geformtem  Material zusammengebacken  und dann in den Hochofen eingefüllt.  In Völklingen entsteht eine der  modernsten Sinteranlagen in Europa – damals auch eine der größten.

1944 - Insgesamt arbeiteten während des Zweiten Weltkrieges  etwa 70.000 Fremdarbeiter und Kriegsgefangene in den Bergwerken, Hütten und Fabriken des Saarreviers.

1965 – Mehr als 17.000 Menschen arbeiten in der Völklinger Hütte. Es ist die höchste Beschäftigungszahl  in der Geschichte der Völklinger Hütte.

1986 – Die Roheisenphase  der Völklinger Hütte wird stillgelegt,  die weltweite Stahlkrise hatte auch sie erreicht.  Teile der  stillgelegten Hütte werden unter Denkmalschutz gestellt, das Eisenwerk wird Industriedenkmal.  Die UNESCO  erklärt die ehemalige Roheisenproduktion der Völklinger Hütte 1994 zum „Weltkulturerbe“.  Das Saarland gründet die neue Trägerschaft  Weltkulturerbe Völklinger Hütte – Europäisches Zentrum  für Kunst und Industriekultur.  Nun ging es  zur Ausstellung  gleich um die Ecke in die  6000 m große Gebläse-Halle.   Hier wurden wir immer an die entsprechende Vitrine mit ihren Exponaten geführt.   Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den international herausragenden Fürstengräbern der heutigen Großregion mit Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg und Teilen Belgiens. Vor 2500 Jahren lag hier ein Zentrum keltischer Kultur. Darunter auch die „Klassiker“  Kunst.  Die Hallstattzeit, ältere Stufe der mitteleuropäischen Eisenzeit (rd. 750 – 450 v. Chr.), ist  als Hallstattkultur verbreitet von Ostfrankreich bis zur Balkanhalbinsel.  Die  Kultur wurde von kriegerischen Bauern getragen.  Die größte technologische Leistung in der Hallstattzeit war die Einführung des Eisens als Nutzmetall  für Schwertklingen und Eisenhelme usw. Doch blieb die Bronze- und Edelmetalltechnik auf hohem Niveau;  auch die Tongefäße, handgefertigt,  sind von  vorzüglicher Qualität und mit geometrischen  (im Ostkreis auch mit figuralen) Mustern verziert.  Es fällt immer wieder auf,  wie sorgfältig und ideenreich  die handwerklichen Arbeiten ausgeführt sind. Die Fibeln, als notwendiges Utensil, sind  Kunstwerke, die ein Kleidungsstück hervorheben.   Die Gräber sind reich ausgestattet  mit edlem Schmuck  und Kriegshandwerk von hoher Qualität und kunstvoller  Ausführung.  Bei  den  Damen  fand man zu dieser Zeit noch keine goldenen  Armreife.   Die großen  Grabkammern der  Kriegsfürsten,   in denen   Pferd und Wagen  beigegeben waren,   lagen unter  besonders großen Hügeln. 

Hallein, das jüngere Hallstatt bzw. „kleine Hall“ unterm  Dürrnberg, dem reichsten keltischen Schatzhaus  der so genannten La Tène-Zeit.  Hier liegt auch ein Gräberfeld  mit reichen Fürsten-Gräbern,  die den Wohlstand  der keltischen Salzgrubenbesitzer bezeugen.  Die frühere  La Tène- Zeit  ist besonders aus Fürstengräbern und vereinzelt aus Schatzfunden bekannt.  Sie  ist der 2. Abschnitt in der europäischen  Eisenzeit, der auf die Hallstattzeit folgte.  Die Kelten sind jetzt schon etwas aufgeschlossener  und lassen sich in der Kunst von  Griechen, Römern  und  Etruskern  beeinflussen. Allerdings  werden z. B. bei den Schnabelkännchen  die Ränder mit eigenen Motiven verziert.  Auch Tongefäße  zeigen  etruskische und griechische  Merkmale.  Unter dem Einfluss der Drehscheibentechnik entstanden  Gefäße bei denen die elegante Form wichtiger war als das Ornament. Der Silberkessel  von Gundestrup zeigt Darstellungen aus der Mythologie deswegen und wegen der Materialwahl  nimmt man an, dass  er für Opferrituale benutzt wurde.   Die Gräber  sind auch üppiger ausgestattet.  Man sieht   Damenschmuck in Gold, was in der Hallstattzeit nicht möglich war. Sehr beeindruckend war die bekannte antike Darstellung  „Der sterbende Gallier“, die  römische Kopie eines Originals, das  etwa  um 230 – 220 v. Chr. von Attalos  l.,  dem König von Pergamon  (im NW-Kleinasiens heute die  türkische Stadt  Bergama)  in Auftrag  gegeben worden war.  Attalos errang den bedeutenden Sieg  über die Galater, eine Gruppe keltischer Stämme, die um 280 v. Chr.  aus Thrakien nach Kleinasien eingewandert   waren und dort die umliegenden Gebiete plünderten oder  Tribut  einforderten.   Als Folge dieses  Sieges nahm Attalos  den Titel eines Königs an und erhielt den Ehrennamen  „Soter“  („Retter“).

Die Kelten als Händler und Handwerker, vom Tauschhandel zum Geld.  Die von den Griechen eingeführten Geldmünzen wurden später  durch eigene Zahlungsmittel aus Gold  hergestellt, die sogenannten „Regenbogenschüsselchen“.  Das hierfür benötigte Gold wuschen sie aus Flüssen im Voralpengebiet.  Ihre Goldmünzen  wurden von den anderen Völkern  für den Handel  anerkannt. Sie exportierten: Zinn, Eisenbarren, Holz, Salz, Wolle, Flachs, Waffen und Geräte aus Eisen. Handwerkliche Erzeugnisse von  hoher Perfektion. Importiert wurden:  Pferde, Wein, Seide, Glas  und allgemein Luxusgüter aus dem Mittelmeerraum.  

Druiden  die  unbekannten Wesen der Kelten.  Archäologisch  ist das  Druidentum  nur schwer  nachzuweisen.  Überlieferungen durch  Griechen und  Römer  geben auch keine absolute Klarheit.  Interessant war auch die Druidenkrone aus  Eisen;  sie hielt damals den Schleier,  der  den Kopf  des Trägers bedeckte.  Starb ein Druide wurde die Krone während einer Zeremonie  unbrauchbar gemacht;  zum Zeichen, dass  er verstorben  war.   Druiden  bewahrten  die religiöse Geheimlehre  und hatten deshalb  Schreibverbot durch Cäsar.  Sie übten auch die  Wahrsagekunst aus, waren Heil-  und Sternkundige  und zugleich Richter und erzogen die Söhne des Adels.  Von Kaiser  Claudius wurde ihnen – als den eigentlichen Trägern des  keltischen Nationalgefühls – die Ausführung ihrer Funktionen untersagt.

Unsere Führung war nun zu  Ende und wir besuchten  auf eigene Faust den Ausstellungsteil  „Das Leben der Kelten in der Eisenzeit“.   Es war alles naturgetreu und  zum Anfassen und auch zum Riechen, aufgestellt. Hier konnte man  in aller Ruhe  eintauchen  in den  Alltag der Kelten vor 2500 Jahren.  Ackerbau und Viehzucht,  Getreide z. B. Emmer, Dinkel, Gerste und Hirse. Das wichtigste Haustier war das Rind für Milch, Käse  und Leder.  Hunde wurden als Hütenhunde und  zur Jagd eingesetzt. Schafe  für die Wolle benötigt. Pferde waren ein Statussymbol und bei Kriegszügen wichtig. Ein Webstuhl  zeigte wie die Kelten ihre Stoffe fertigten.  Ihre Häuser waren aus  Reisig, Lehm,  Holz und Ziegeln gebaut.  Sehr anschaulich war ein Rennofen/Schachtofen zur  Gewinnung  von Eisen aus  Eisen-Erz, der  aus Lehm oder Stein hergestellt  war. 

Ein Teil unserer Gruppe erkundete  noch die Industrieanlage, die mit sicheren  Wegen und  Stufen   ausgestattet war,  um die Aussicht  zu genießen, die sich  an diesem schönen Sonnentag  lohnte.  So kamen wir  zur Medienlandschaft  mit einem Film  über die Arbeitsbedingungen  im damaligen Werksalltag,  und  der  Herstellung von Roheisen.  Er zeigte  den  Arbeitstag, wie man  ihn sich heute nicht mehr vorstellen kann.  Maschinenlärm  von unerträglicher Lautstärke, Hitze,  Wasser und Staub.  Die Männer sahen schlimm aus! Nach diesen Eindrücken  gingen wir wieder  über Treppen  und gelangten in andere Ebenen, wir mussten ja immer wieder an riesigen  Maschinen vorbei. Einen Film über die Keltenausstellung  mit den besonderen Highlights  haben wir uns angesehen.  Anschließend sind wir noch  einmal durch die Ausstellung  gegangen,  um die  einmaligen  Kunstwerke  zu  genießen.  Nach und nach trudelten wir  noch einmal  bei „Umwalzer“ im Café  ein und genossen im Freien Kuchen  und sonstige Getränke.   Der Bahnhof war ja nicht weit entfernt,  so konnten wir in aller Ruhe  unseren Zug  an Gleis 2 erwarten und fuhren um 17.25  Uhr  die gewohnte Strecke  mit einmal Umsteigen gemütlich nach Mainz Hbf.  Ursula stieg  in  St. Wendel   wieder zu uns ein. Um 20.04 Uhr  erreichten wir Mainz.  Wir verabschiedeten uns von unseren  Mainzer  Gästen, der Rest fuhr mit der Straßenbahn nach Gonsenheim und Finthen. 

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Der Weihnachtsmarkt in Wiesbaden

Autorin: Magda Krüger

In der ersten Adventwoche, genau am 1. Dezember, trafen sich wieder einmal neun Frauen der Turngemeinde Gonsenheim und fuhren mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wiesbaden auf den Weihnachtsmarkt. Aber beim Umsteigen von der Straßenbahn in Mainz am Hauptbahnhof in den Bus nach Wiesbaden, hatten wir schon etwas Schwund. Zwei der Teilnehmerinnen waren spurlos verschwunden. Durch Rufe und suchen im Bus konnten wir sie auch nicht wieder finden. So waren es nur noch sieben! Doris, Monika, Rita, Erika, Christa, Rosi und Magda. Wir hatten uns
schnell getröstet und sind um 15:30 Uhr in der Einkaufsmeile angekommen. Hier steuerten wir sofort das Luisenforum an. Einige unserer Damen hatten schon feste Vorstellungen „was sie brauchen könnten“. Bei Gerry Weber wurden sie fündig. Christa und Magda warteten geduldig, wie zwei gut erzogene Hündchen (es gab auch im Forum genug zu sehen), bis die Damen zufrieden aus dem Geschäft kamen. Dann ging es, immer die Auslagen in der Einkaufsmeile beachtend, in die Altstadt, denn es standen noch Wünsche offen. Der Rest der Unbefriedigten fand auch noch das Richtige. Jetzt hatten wir auch Hunger und Lust auf Glühwein. Wir gingen dem Duft nach und standen bald am Ort unserer Gelüste. Die Auswahl war groß, es gab heiße Schlehe usw. alles schmeckte prima. In guter Stimmung ging es zur Bratwurstbude mit großer Auswahl. Jede fand hier „ihre Wurst“, die auch sehr gut schmeckte. Gesättigt konnten wir nun das Dargebotene genießen. Überall glitzerte und leuchtete es in tollen Farben und Materialien, ein Genuss für alle Sinne. Denn über allem war der Duft nach Weihnachtsmarkt ausgebreitet. Und mittendrin die Marktkirche mit ihrem 98m hohen Turm, die uns ja noch vom Weinfest her vertraut ist. Als wir an einem Süßwarenstand vorbei kamen schwenkte Rita aus und kaufte sich einen Riesenmohrenkopf - Mokka, hm… war ihr Kommentar. Bei all dieser Pracht wurde es uns nach geraumer Zeit recht kalt und wir mussten uns aufwärmen. Dazu gingen wir in das "Lumen", einem exklusiven Restaurant am Marktplatz. Wir waren rasch aufgewärmt durch guten Kaffee und andere heiße Getränke. Gut erholt konnten wir uns wieder der Lichterpracht und Glitzerwelt widmen. Doris meinte, wir müssten bald zum Bus. Dies hieß Abschied. Aber eine Entdeckung von Monika, ein Glühweinstand vom Weingut Allendorfer, mit Käsefondue-Brot Angebot, sehr köstlich, war ein kleiner Trost. Aber es kam noch besser, wir gingen nochmals an den Süßwarenstand und holten uns als Abschluss auch einen Riesenmohrenkopf, lecker! Rita verlangte Rabatt für die Kundenzuführung, sie hatte ja schon ihren zweiten Mohrenkopf. Es gab auch noch etwas zu lachen. An einem Stand für praktische Geschenke stand auf einem Schild: Hosen in Dosen. Heiterkeit brach aus. In guter Stimmung gingen wir zum Bus und hatten großes Glück, er stand schon da und bereit für die Abfahrt. Wir spurteten und erlebten einen verständnisvollen Busfahrer und stiegen freudig ein. Das Erlebte ließen wir in Ruhe nachwirken. Weihnachtlich gestimmt kamen wir gegen 21:00 Uhr zu Hause an.

 

TGM-Ferienprogramm: Über den Reben schweben und mehr ...

Ferienprogramm der TGM mit Doris Geyer vom 07.07. - 11.08.2010 - Rad fahren, Wandern und Kunst

Am 07.07.2010: Fahrradtour in den Rheingau

Heute trafen wir uns um 15:00 Uhr mit dem Fahrrad. Das Thermometer zeigte etwa 35° Celsius und sieben Sonnen standen am Himmel. Aber Doris, Monika, Rita, Magda und Gisela mit einem Elektro-Fahrrad, ließen sich dadurch nicht abschrecken. Frohgemut und in Erwartung unserer guten Einkehr, ließen wir die Räder rollen. Gemütlich ging es ein Stück durch den Großen Sand, den Grüngürtel von Mombach und unter der Autobahnbrücke durch in Richtung Schiersteiner Brücke, zum Anstieg über den Rhein. Die Gegend ist uns zwar bekannt aber immer wieder schön. Auf dem Radweg durch Schierstein kamen wir am Hafen vorbei und an diversen Buden. Was an der Strecke besonders angenehm ist, wir fahren vorwiegend im Schatten, viel Grün, die Rheinauen, Wiesen und Bäumen mit Blick auf den Rheingau. Und natürlich die Störche. Ein Stopp für eine Trinkpause war heute besonders wichtig. Bald erreichten wir unser Ziel, Gutsausschank Klee in Walluf, die Pforte und älteste Weinbaugemeinde des Rheingaus. Hier war Essen und Trinken angesagt. Die Auswahl der Speisekarte deckte unsere Essgelüste voll ab. Mit gutem Wein, Wasser und netten Gesprächen hielten wir es lange genug aus. Zufrieden mit dem schönen Tag, radelten wir wieder Richtung Gonsenheim und waren rechtzeitig zur Tagesschau zu Hause.


14.07.2010: Sport und Kultur

Am 14.07. trafen wir uns schon um 14:30h mit den Fahrrädern. Heute hatten wir zwei Programmpunkte: Sport und Kultur. Das Wetter, etwa 39° Celsius, machte uns die Entscheidung leicht, nicht weit zu fahren. Alle waren einverstanden. Und so fuhren Doris, Monika, Hannelore, Rita und Magda nur durch den Gonsenheimer Wald. Da wir ja keine feste Fahrtroute hatten, war auf einmal etwas Schwund zu bemerken. Doris und Magda waren nur noch zu zweit, weil sie plötzlich abbogen und der Rest der Gruppe geradeaus fuhr, sie hatten es zu spät gemerkt. Jedenfalls waren durch Rufe keine Gruppenmitglieder mehr zu erreichen. Die Einkehr war vorher besprochen und allen bekannt, Gaststätte Am Lenneberg Turm. Doris und Magda schoben also ihre Räder den Lennebergwald hoch durch den Sand. Keine leichte Aufgabe. Oben im Schatten war es dann sehr angenehm. Der Rest der Gruppe kam dann bald mit roten Köpfen im Restaurant an. Sie hatten ja eine längere Strecke absolviert. Es wurde noch diskutiert warum und wieso, dann bestellten alle etwas zu Essen. Wir mussten bald nach Hause, um uns frisch zu machen. Hannelore konnte leider nicht mit kommen. Um 19:30 Uhr begann das Konzert in der Hochschule für Musik. Die Gesangsklasse von Prof. Thomas Dewald hatte einen Musikabend, Hommage an 1810, gestaltet. Programm: Ein Lied von Otto Nicolai (1810 – 1849) Die Träne, von Frédéric Chopin (1810 – 1849) Polnische Lieder op. 74, Robert Schumann (1810 – 1856) Duette usw. . Es war ein sehr schönes Erlebnis so junge, unverbrauchte Stimmen, noch in der Ausbildung, zu hören. Doris, die Prof. Dewald und Ehefrau privat kannte, wurde in einem Gespräch dazu eingeladen, mit der Gruppe auch an ihrem Tisch beim Griechen Am Juxplatz in Gonsenheim, zusammen zu sitzen. Diese Einladung haben wir gerne angenommen. Zu einer Unterhaltung mit den Künstlern kam es nicht, aber es war ein schöner Abend. Es wurde dieses Mal etwas später.


21.07.2010: Gutsausschank in Walluf

Am 21.07. trafen wir uns wieder um 14:30 Uhr mit dem Fahrrad. Heute kamen nur Doris und Magda, alle anderen hatten etwas vor. Das Wetter war ideal zum Rad fahren und wir starteten pünktlich, wieder in Richtung Walluf. Denn dieser Ort hat ja nicht nur einen Gutsausschank! Unser Ziel war Bug’s Gutsschänke. Wir saßen also in einer schönen mit Weinreben überdachten Weinlaube. Unser Tisch stand nicht weit von der Theke, wir konnten alles überschauen. Zwei ältere Damen kamen mit ihrem Fahrer und suchten einen Tisch. Man bot ihnen bei uns Plätze an; daraufhin wurden wir eingehend gemustert. Nur sehr zögerlich nahmen sie Platz und fragten, ob nicht doch ein anderer Tisch frei wäre, aber es war alles reserviert. Wir wurden dann auch nicht weiter beachtet. Doris und Magda trugen dies mit Fassung und einem Schmunzeln. Die Speisekarte mit ihren leckeren Angeboten brachte uns wieder in Stimmung. Und wir ließen es uns gut schmecken. Die reservierten Tische füllten sich allmählich. Wir „sattelten“ unsere Stahlrosse und fuhren in Richtung Gonsenheim. Es war jetzt sehr angenehm zu fahren. Rechtzeitig erreichten wir die heimatlichen Gefilde. Ein netter Tag.


28.07.2010: Walluf, die zweite Heimat

Am 28.07. trafen wir uns um 15:08 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle Kapellenstraße. Die Wetterprognose war nicht rosig, Regen und wenig Sonne. Wir stiegen am Mainzer Hauptbahnhof in den Bus nach Schierstein. Von hier aus ging es zu Fuß weiter auf der für uns bekannten Strecke nach Walluf. Unser „Spaziergang“ hatte was für sich, weil wir uns ganz entspannt und angeregt unterhalten konnten. Zum Shoppen war heute keine Gelegenheit. Dafür gab es viel Natur, die man reichlich genießen konnte. Störche sahen wir auch wieder. Bis jetzt blieb der Himmel „freundlich“ und unsere Stimmung auch. Die Strecke war abwechslungsreich und bequem zu laufen. Doris, Olga, Anneliese, Hannelore und Magda hatten keine Klagen. Bald erreichten wir Walluf, fast schon unsere zweite Heimat. Vorbei ging es am Gasthaus „Zum Treppchen“ mit seiner üppigen Flora, an der Kirche mit ihrem spitzen Türmchen und am Fachwerkhaus. In den verwinkelten Gassen findet man sehr gut erhaltene barocke Häuser, die sich der Mainzer Kirchenadel dort einst bauen ließ. Dem Mainzer Erzbischof verdanken die Rheingauer Bürgerrechte, was zu der damaligen Zeit nicht selbstverständlich war. Bug’s Gutsschänke war jetzt nicht mehr weit. Das Wetter war nichts für draußen zu sitzen, aber im Lokal bekamen wir an einem runden Tisch genug Platz. Unsere Bestellungen waren vielseitig und jede war zufrieden. Plaudernd ging die Zeit schnell herum dann mussten wir aufbrechen. Doris hatte einen Fahrplan. Magda und Olga schleckten an der Haltestelle noch ein Eis vom Italiener. Es war sehr gut. Dann kam der Bus. Ab Mainz fuhren wir wieder mit der Straßenbahn. Es hatte nicht geregnet, eine Radtour wäre auch möglich gewesen. Aber wie das Leben so spielt, man weiß das erst hinterher. Aber es hat uns sehr gut gefallen.

04.08.2010: Erneut Rheingau, diesmal Eltville

Am 04.08. war das Wetter gut und wir trafen uns mit dem Fahrrad zur gewohnten Zeit. Der Zielort war Eltville, Gutsausschank Appel; hier war heute Rumpsteak-Tag. Das wollten sich Doris, Monika, Rita, und Hannelore, nicht entgehen lassen. Ursel und Magda aßen etwas anderes. Die Vorfreude trieb uns an. Bis Walluf waren wir ja schon gut eingefahren, auf der langen Geraden lief das Fahrrad wie von selbst. Wir erreichten bald die Stadt der Rosen und Reben, im 15./16. Jh. Residenz der Erzbischöfe von Mainz, erhielt 1332 Stadtrecht. Um 15:55 Uhr standen wir vor dem Tor der Gutsschänke; Einlass war aber erst um 16:00 Uhr. Es standen schon einige Rentner vor der Tür. Pünktlich durften wir eintreten und bekamen einen schönen Platz. Schnell war unser Tisch gemütlich hergerichtet mit unseren Getränken. Zufrieden warteten wir auf unser Essen. Es kam bald. Monika sprach der Küche ein Lob aus, ihr Rumpsteak war auf den Punkt genau gelungen. Glücklich durch das gute Essen und auch mit dem Tag, lenkten wir unsere Bikes gegen 18:00 Uhr wieder Richtung Heimat. Rechtzeitig waren wir wieder zu Hause.

11.08.2010: Aussicht auf das Rheintal und Geschichte

Am 11.08. um 9:10 Uhr war Start mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Mainz für die Fahrt nach Bingen. Bis zur Abfahrt hatten wir noch Zeit und nutzten diese für Shopping im Souvenirladen im Bahnhofsgebäude. Einige Damen wurden auch fündig. Auf Gleis 3A fuhr der Zug pünktlich nach Bingen ein. Hier wanderten wir durch den Mäuseturmpark und bewunderten die abwechslungsreiche Gestaltung, die noch von der Gartenschau her als nachhaltiger Freizeit- und Erholungspark erhalten wurde. Eine Brücke über die Nahe führte uns an das Rheinufer, wo wir an der Information unsere Ringtickets kauften. Nun konnten wir das Boot nach Rüdesheim besteigen. Die Drosselgasse war dort unser nächstes Ziel. Wir konnten in aller Ruhe das Gebotene bewundern und erfreuten uns an den schönen Auslagen. Frohgemut stiegen wir langsam zur Station der Gondelbahn hoch. Hier angekommen, durften wir paarweise einsteigen und schwebten dann über den Reben in Richtung Niederwalddenkmal. Das Gefühl war herrlich und die Aussicht auf das Rheintal mit der Rochus-Kapelle, der Burg Klopp über Bingen und natürlich die Reben, war gigantisch. Beschwingt kamen wir am Niederwalddenkmal an. Wir besichtigten die „Germania“, wie sie ja im Volksmund genannt wird und Monika hatte einen Vortrag zur Geschichte des Denkmals vorbereitet, dem wir aufmerksam lauschten. Das Denkmal erinnert seit 1883 an die Vereinigung der deutschen Teilstaaten nach dem Frankreich-Feldzug 1870/71. In der Frage der deutschen Einheit im 19. Jh. (bes. 1848, 1866, 1871) gab es Gegenspieler der -> Großdeutschen; ihr Programm eines („kleindeutschen“) Reiches, d. h. unter Ausschluss Österreichs, wurde von Bismarck verwirklicht. 1871 Proklamation des Dt. Kaiserreiches, bestand bis 11.08.1919, d. h. Wilhelm II. musste schon im November 1918 zurücktreten, (Verzicht auf den Thron, Asyl in Holland). Vorwürfe, die Statue würde den Sieg über die Franzosen glorifizieren, sind zu entkräften: Die 38 m hohe und 700 Zentner schwere „Germania“, hat zum Zeichen des Friedens das Schwert gesenkt. Das größte Bronzerelief des 19. Jh. zeigt über dem Sockel 200 Personen in Lebensgröße mit Kaiser Wilhelm I. in der Mitte. Hat man die Aussicht intensiv genossen und natürlich auch ein Bild „geschossen“, wandert man weiter an Info-Tafeln vorbei und erreicht bald die Rossel. Der Name Rossel hat im Übrigen nichts mit Rössern zu tun, sondern „Rosseln“ nannte man früher lose herumliegende Steinbrocken. Vom Fuß des Aussichtsturms bietet sich ein herrlicher Blick hinab ins Rheintal. Im Hang reckt sich die Ruine Ehrenfels, eine kurmainzische Burg aus dem 13. Jh. aus den Weinbergen. Seit die stolze Feste am Pfingstsonntag 1689 in Flammen aufging, gehört die Ruine zu den erhabensten am Rhein. Hier gefiel es uns sehr gut. Wir saßen geschützt und bequem, das Essen und Trinken tat uns gut. Gestärkt geht es weiter zur Zauberhöhle, ein künstlicher Tunnel, der sich 60 m lang im Zickzack windet. An dessen Ende steht ein Rundpavillon. Auf dem Waldweg sind es nur noch wenige Minuten bis zum Jagdschloss Niederwald (ehemaliges Schloss des Grafen von Ostein). Hinter dem Hotel läuft man am Wildgatter (Damwild, Rotwild) vorbei zur nahen Bergstation. Wir gondeln genüsslich und wieder paarweise hinunter nach Assmannshausen. Nach einem kleinen Rundgang in der Stadt hatten wir uns eine Einkehr ausgesucht. Das Essen war gut, die Apfelsaftschorle teuer! Wir gingen pünktlich zu unserer Brücke 3 für Abfahrt nach Bingen. Auf dem Oberdeck unseres Schiffes bekamen wir einen schönen Platz, ein Teil der Gruppe war im Mittelschiff geblieben. Wir wollten noch ein Gruppenfoto mit Doris machen und benötigten dazu einen Fotografen. Ein netter Tischnachbar übernahm diese Aufgabe. Zufrieden mit der Umgebung genossen wir die schöne Landschaft. In Bingen angekommen stimmte unser Timing. Am Bahnsteig 201 stand schon unser Zug nach Mainz Hbf. Wir stiegen ein und entspannten uns; Kultur und Wandern hatten uns nachhaltig gefordert. Aber als wir im Mombacher Bahnhof einliefen kam die Durchsage: Das Stellwerk ist auf unbestimmte Zeit ausgefallen. Diese Ansage machte uns augenblicklich putzmunter und entschlussfreudig stiegen wir aus und „wanderten“ zur nächsten Bushaltestelle. Wir fuhren bis Phönixhalle/Zwerchallee und warteten dort auf die Straßenbahn, sie kam nach fünf Minuten. Irgendwie klappte heute alles wie am Schnürchen! Unser Ferienprogramm mit Doris hatte somit einen erlebnisreichen und eindrucksvollen Abschluss!


18.08.2010: Weinfest in Wiesbaden

Der Start am 18.08. mit der Straßenbahn um 15:08 Uhr klappte  nicht sofort,  denn  Doris und Magda,  die auf die Bahn mit Monika warteten, wurden enttäuscht. Monika war nicht zu sehen. Wir ließen die Bahn fahren. Dann kam jemand in einem Höllentempo aus Richtung Haltestelle Nerotalstraße auf uns zu und mit einem Gesicht wie, „heute ist die Klasse wieder unmöglich“! (Monika ist Lehrerin)  Wir hätten nicht auf ihr Winken reagiert, sie stand beim Straßenbahnfahrer und da hatten wir sie nicht vermutet. Wir fuhren mit der nächsten Bahn. Rita wartete schon auf uns. Wir waren heute nur zu viert. Um 16:15 Uhr waren wir in Wiesbaden, Schwalbacher Straße. Von hier aus war man schnell  in den Geschäftsstraßen. Shoppen war heute angesagt. Neugierig schlenderten wir an den Auslagen vorbei. Wir fanden einiges was uns gefiel. Doris brauchte noch einen Schirm und fand ihn bei Tchibo.  Das Bummeln durch die Goldgasse in der Altstadt, sie grenzt an die Grabenstraße und Wagemannstraße, die  der Altstadt den Namen Schiffchen gab.  Hier kommen die Sinnesfreuden in besonderem Maße auf ihre Kosten. Edle Weine, feinste Oliven und Gewürze. Und Restaurants für jeden Geschmack. Das Wetter  hatte sich wieder beruhigt. Wir schlenderten Richtung Festplatz. Die  Marktkirche, erbaut 1853 – 1862 unter Leitung des Nassauischen Oberbaurats Carl Boos als neugotische, dreistufige Basilika  mit ihrem  98 m hohen Turm  bot die Kulisse für das Weinfest, das die Zelte in ihrem “Schatten“ aufgeschlagen hatte.  Es war gut besucht, aber wir bekamen Plätze an einem reservierten Tisch beim Weingut Hirt-Gebhardt, dem Lieferanten der TGM. Nach der Begrüßung mit Frau Hirt-Gebhardt nahmen wir unsere Plätze ein. Wir tranken Secco - Filius, ein edles Getränk und Wasser zum Neutralisieren. Unseren Hunger stillten wir mit Flammkuchen, der sehr gut war. Doris kannte natürlich ein paar Leute an unserem Tisch, die auch jedes Jahr zu Hirt-Gebhardt kommen. Die Unterhaltung war entsprechend vertraut.  Nach dem Zitat von Fridolin Tschudi: „Mit Verstand ein  Weinlein schlürfen froh sein, dass wir leben dürfen…“ hielten wir es noch eine ganze Weile aus. Monika hatte sich die Abfahrtzeiten vom Bus auf den Handrücken geschrieben, wir nahmen den letzten davon um 19:57 Uhr.  Zufrieden traten wir die Heimfahrt an. Um kurz nach 21:00 Uhr waren wir zu Hause. Nächstes Jahr kommen wir wieder!

29.08.2010: Romantiknacht im Roten Saal

Ein Sonntag und Konzerttag: Romantiknacht im Roten Saal. Um 19:30 Uhr saßen wir  Doris, Monika, Rita und Magda entspannt in der zweiten Reihe im Roten Saal der Hochschule für Musik und hörten zu  was  Tobias Koch (*1960), einer der vielseitigsten Tasteninstrumentalisten seiner Generation, zu sagen hatte. Auf dem Podium stand ein Kisting-Hammerflügel aus dem Jahre 1835. Tobias Koch wird ihn an diesem Abend einweihen mit Robert Schumann (1810 – 1856) Dichterliebe op. 48, gesanglich vorgetragen von   Andreas Karasiak, Tenor.  Der Pianist erklärte noch die Besonderheiten des Kisting- Hammerflügels seine Transparenz im Anschlag  und die edle Fülle, seelenvollen Klang. Ein Schmaus für  Ohren und  Wohlbefinden. Wir hörten 15 Lieder. Schumann vertonte vorwiegend  Lieder von  J. W. v. Goethe,  J. v. Eichendorff und  H. Heine. Der Applaus ging bis zur Pause.  Ab 21:15 Uhr stand  ein Steinway & Sons auf dem Podium.  Der Komponist   Moritz Eggert (*1965) am  Klavier begleitete  Richard Logiewa, Bariton. Neue Dichter Lieben I. Wir hörten zehn Lieder. Es machte Spaß  dem Komponisten in seiner emotionalen Spielweise, die er mit Hilfe eines Plastiktellers auf der linken  Seite des Klaviers  mit der Hand/Fingern intonierte, zuzusehen. Die rechte Hand und zum Schluss den ganzen Arm, benutzte er für die Klaviertasten. Sehr beeindruckend! Richard Logiewa, der Bariton kam mit der Begleitung sehr gut zurecht. Der Steinway auch. So ist moderne Musik ein Vergnügen. Nach diesem Programmpunkt fand die Begeisterung kaum ein Ende.  Ab 22:00 Uhr Moritz Eggert am  Klavier mit  Robert  Schumann – Spanisches Liederspiel  op. 74. Der Gesang wurde von den Teilnehmerinnen und  Teilnehmern des Kurses von Prof. Thomas Dewald  vorgetragen. Wir hörten zehn Titel. Hier war  Rosemarie Weissgerber, Sopran, wieder  der Star.  Auch Richard Logiewa trat nochmals auf mit „Der Contrabandiste“ von Emanuel Geibel. Die anderen Damen und Herren gefielen auch sehr  gut.  Der Applaus zeigte unsere Anerkennung für ihre Leistung.  Ein schönes Erlebnis,  emotional nah am Publikum.  Ab 22:00 Uhr hörten wir  wieder  Moritz Eggert  als Komponisten – Neue Dichter Lieben II – mit Isolde Ehinger, Mezzosopran.  Hier war „Eggert“ wieder voll gefordert. Wir auch! Denn es wurde uns etwas Einmaliges vorgetragen.  Isolde Ehinger faszinierte uns mit ihrer Stimme und deren  Klangumfang,  Moritz Eggert mit seiner Mimik bei seinem Klavierspiel. Wir hörten zehn Lieder.  Und waren hinterher sehr beeindruckt von dieser Darbietung. Der Applaus wollte nicht enden.  Es war unbeschreiblich schön. Um 23:30 Uhr ging es dann, nur mit einer kleinen Verschnaufpause für Moritz Eggert, weiter  zum nächsten Programmpunkt.  Robert Schumann – Spanische Liebeslieder op. posth.  138 -  es folgte erst ein Zwischenspiel mit Moritz Eggert am Klavier.  Danach wieder als Begleitung zum Gesang. Es kamen teils heitere,  traurige und temperamentvolle Lieder zu Gehör bei denen Moritz Eggert  seine Emotionen wieder zeigte. Wir waren begeistert.  Ein Zwischenspiel Moritz Eggerts am Klavier ließ Atem holen  für die  nächsten vier Lieder.  Es waren wieder die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses von Prof. Thomas Dewald und auch Rosemarie Weissgerber, Sopran,  Richard Logiewa, Bariton waren dabei. Mit dem Lied Dunkler Lichterglanz, blinder Blick  für das  Finale, standen alle Mitglieder  des Kurses in einer Reihe auf der Bühne. Dann wurden noch Blumen an die Künstler verteilt  und Dankesworte von Prof. Thomas Dewald an das Publikum ausgesprochen. Ein langer Applaus beendete das Konzert-Highlight.

01.09.2010: Linksrheinische Fahrradtour nach Gau-Algesheim

Am 01.09. trafen wir uns wieder zur gewohnten Zeit für eine Radtour. Es kamen Doris, Anneliese, Rosemarie,  Rita, Hannelore und Magda. Unser Ziel war das Weingut Sankt Marienhof in  Gau-Algesheim. Das Wetter war ideal  für diese Tour. Wir fuhren bis zur Unterführung in Budenheim  dann auf den Radweg. Dieser führte uns durch den rheinhessischen Obstgarten  bis Ingelheim am Boehringer vorbei  in Richtung Gau-Algesheim  mit Wingert am Wegesrand.   Am Zielort überquerten wir den Marktplatz mit  historischem Rathaus und  Marktbrunnen, ein schöner Platz.  Es war nun nicht mehr weit zum Weingut, noch durch die Kirchstraße  und rechts ab. Dann standen wir im Hof mit Hund und seinem Ball, den er zum Spielen anbot.  Das Weingut Sankt Marienhof ist etwas Besonderes es hat ein Winzerhofcafé, was wir  ausprobieren wollten. Wir betraten einen riesigen Raum, der  in  einen Gutsausschank und  in  ein Winzercafé unterteilt war.  Auf der Theke standen die tollsten Obst- und Sahnetorten. Die Entscheidung fiel nicht leicht aber alle fanden  ihr Lieblingsstück. Es schmeckte sehr lecker. Das Lokal ist gut besucht. Wir genossen unsere Torten und waren zufrieden mit dem Tag und dem schönen Anfahrtsweg.  Um 17:30 Uhr radelten wir in Richtung Gonsenheim  vorbei  am  Graulturm benannt nach dem Schultheißen Peter Gruele (1336 – 1346), in dessen Amtszeit Gau-Algesheim mit Mauern und Türmen befestigt wurde.  Jetzt konnten wir es rollen lassen, es ging bergab. Wir folgten wieder dem bekannten Weg  mit  seinen Obstplantagen, die schon bald ab geerntet werden können.  Die Gruppe war fit und bewältigte die 44 km ohne Schwierigkeiten. Die obere Waldstraße und das Horn waren wegen ihrer zu zünftigen Steigung für unsere Knie nicht geeignet und wurden deshalb zu Fuß als Begleitung mit Rad „erstiegen“. Um 19:30 Uhr fuhren  wir  in Gonsenheim ein.  Dies war ein schöner Tag. 


Die Teilnehmerinnen: Doris, Monika, Ursula, Gisela, Rita, Liesel, Anneliese, Magda

Autor: Magda Krüger