Autor: Urs Matter
Wer sich in Rheinland-Pfalz nicht so gut auskennt, sollte zu den Fechtern kommen - der Südwestdeutsche Landesverband beschert einem Ausflüge auch in entferntere "Ecken" unseres Bundeslandes.
Am 21. und 22. September 2013 waren wir in der Stadt der "Rosen und Rösser" - wer nun rätselt, wo das gewesen sein soll: Zweibrücken trägt diesen Titel.
Hier fand das traditionsreiche Heinrich-Petri-Gedächtnisturnier der VT Zweibrücken statt. Eine Besonderheit dieses Turniers ist es, dass bis zum
Finale in Runden gefochten wird, bei denen innerhalb einer Gruppe „jede/r gegen
jede/n“ auf fünf Treffer ficht.
Die Turngemeinde 1861 e.V. Mainz-Gonsenheim wurde nach
krankheitsbedingten Ausfällen durch fünf Fechterinnen und Fechter vertreten.
Besonders erwähnenswert ist dabei das Abschneiden unserer Jüngsten, für die dies –
nach unserem Anfängerturnier in der eigenen Halle, dem Karottenturnier – ihr
erster „richtiger“ Wettkampf war.
Samstags trat Gabor Vajda (Jahrgang 2003) bei den Schülern an. An dem
Wettbewerb beteiligten sich 16 Fechter der Jahrgänge 2004 bis 2002 aus
Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen, aber auch aus dem bekannten
Bundesleistungszentrum Tauberbischofsheim. Gabor konnte sich für die
Zwischenrunde der besten 12 Fechter qualifizieren in der zwei seiner Gegner vom benachbarten Mainzer Turnverien von 1817 kamen; die übrigen waren aus Tauberbischofsheim, Saarbrücken und Homburg (Saar) angereist.
Gabor konnte sich mit einem starken Auftriit, einem sehr sauberen Fechtstil und in der Konsequenz drei Siegen und einem guten Trefferverhältnis den Einzug in die
Finalrunde erarbeiten. Auch im Finale bewies Gabor "Biss" und
setzte einige Treffer, ein Sieg blieb ihm jedoch verwehrt. Schließlich belegte
er – bei seinem ersten größeren Turnier – den 6. Platz und konnte mit dem guten
Gefühl nach Mainz zurückfahren, manchen älteren und erfahreneren Fechter an
diesem Tag „hinter sich“ gelassen zu haben.

Noah Ellermann belegte bei der B-Jugend den 20. Platz, David Wiechers den 21. Platz.
Unglücklich verlief für Lean Wolf bei der A-Jugend sein erstes Turnier nach langer Verletzungspause. In einer starken Vorrundengruppe gesetzt, konnte er zwar einen Sieg für sich verbuchen und vielfach punkten, verpasste aber den Einzug in die Zwischenrunde um einen Treffer. Somit belegte er den 16. Platz bei 20 Startern.
Hingegen konnte Lea Hoffmann, die zum jüngsten Schülerjahrgang (2004) gehört und sich mit den
„Großen“ der Jahrgänge 2003 und 2002 auf die Planche begab, in Zweibrücken Ihren
ersten Erfolg
verbuchen. Trotz zweier Siege
in der Vorrunde musste Lea zunächst um den Einzug in die Zwischenrunde
„zittern“, da der ausrichtende Verein von 19 gestarteten Teilnehmerinnen auf 12
Fechterinnen reduzierte. Ähnlich knapp wie ihr Vereinskollege Lean zuvor bei
der A-Jugend ausgeschieden war, reichte es dann doch für Lea und das erste
Turnier ging in die Zwischenrunde.

Hier zeigte sich, dass die älteren
Schülerjahrgänge die Finalrunde letztlich unter sich ausmachen würden. Am Ende
des Turniertages blieb es für Lea beim 12. Platz, der unter den gegebenen
Umständen aber deutlich mehr als ein Achtungserfolg ist!